Geisenfeld wirft in drei Minuten das Spiel weg.

Geisenfeld trat ohne seinen urlaubenden Coach Stefan Hoffmann und einige weitere Akteure an, zudem fiel Michael Sperrer nach 20 Minuten unglücklich auf den Arm und musste kurz darauf raus. In den ersten 10, 15 Minuten hatten die Gäste sehr viel Glück, dass Münchsmünster kein Zielwasser getrunken hatte, denn sie fanden zunächst keinerlei Ordnung und die Gastgeber hatten mehrere dicke Chancen, die sie aber alle vergaben. Danach wurde die Partie ausgeglichener. Durch einen Kopfball von KIlian Kellermann, der sich auf die Latte senkte, und einen starken Distanzschuss von Max Amper hatten auch die Gäste zwei gute Chancen.

In der zweiten Halbzeit traute sich der FCG mehr zu und übernahm mehr und mehr die Kontrolle, wo hingegen die Hausherren immer mehr ins Schwimmen kamen. Die ganz großen Torchancen kamen aber zunächst nicht zustande. In der 70. Minute eroberte Daniel Meier im Gegenpressing den Ball, Kilian Kellermann zog vom Flügel ins Zentrum und weil er so gar nicht attackiert wurde, setzte er das Leder aus 20 Metern zur verdienten Führung in den Winkel. Eigentlich hätte das Tor den Gästen voll in die Karten spielen müssen, doch sie hatten nun einen unerklärlichen Blackout. Sie ließen sich in drei Szenen binnen weniger Minuten völlig überrennen und Enrico Reindl in der 73. und Domenic Reimann in der 75. Minute drehten die Partie für Münchsmünster. In der dritten Situation rettete Keeper Benedikt Köhler mit vollem Einsatz gerade noch gegen Reimann. In der verbleibenden Spielzeit versuchte der FCG nochmal alles und hatte auch zwei Chancen, die aber vergeben wurden. Da ein Unglück selten allein kommt ließ sich Köhler unmittelbar vor dem Schlusspfiff von einem Gegenspieler zu einer Unbeherrschtheit provozieren, sah die Rote Karte und wird in den kommenden Partien fehlen.

Heute hat der FCG erstmals in dieser Saison ganz klar Punkte liegen lassen. So blöd es klingen mag, auf die Leistung lässt sich für die kommenden schweren Aufgaben tatsächlich aufbauen.

Matthias Gabler