FCG kann mit 1:1 gut leben

Die erste Halbzeit ging eher an die Gastgeber. Großmehring agierte hauptsächlich mit langen Bällen, was Geisenfeld gut und aufmerksam verteidigte und eigentlich alles im Griff hatte. Allerdings konnte die Elf von Spielertrainer Stefan Hoffmann auch wenig offensive Akzente setzen. In der 15. Minute ging ein Freistoß von Hoffmann knapp am langen Pfosten und am Fuß von Simon Kirmaier vorbei. In der 40. Minute ging Michael Sperrer über links mit Tempo in den Strafraum. Er blieb zwar erst hängen, setzte jedoch nach und der Ball fiel Bilal Rihani vor die Füße. Geisenfelds Co-Trainer scheiterte mit seinem Abschluss aber an Torwart Maximilian Förstl.

Nach der Halbzeit brachte Großmehring Dominic Filser in die Partie, spielte viel mehr Fußball und das Spiel kippte in Richtung der Gäste. Köhler parierte einmal stark gegen Filser, Torjäger Sebastian Eisenberger versprang in aussichtsreicher Position der Ball und Daniel Meier rettete wie schon in Hohenwart einmal auf der Linie. Entlastungsangriffe der Geisenfelder waren Fehlanzeige. In der 77. Minute lief Geisenfeld bei eigener Ecke in einen Konter. Der konnte zwar noch verteidigt werden, doch die Gastgeber fanden keine Ordnung. Großmehring hatte alle Zeit der Welt, um unbedrängt von rechts zu flanken und Eisenberger köpfte zum 0:1 ein.

Gleich darauf gab es eine strittige Szene. Großmehring ging nach einem Konter alleine aufs Tor zu, doch die Abseitsfahne ging hoch. „Ich selber kann die Szene nicht beurteilen, aber eigentlich alle sagen, dass es deutlich kein Abseits war. Riesen Glück für uns“, gab FCG-Sprecher Matthias Gabler zu. Im Gegenzug spielte Simon Feulner einen scharfen und präzisen tiefen Ball auf Michael Sperrer und dessen Hereingabe verwertete Bilal Rihani zum 1:1. Die Gäste reklamierten nun wiederum, diesmal auf Abseits und darauf, dass der Assistent noch nicht wieder in Position war. „Ich stand diesmal genau richtig, das war klar kein Abseits, da hat ein Meter gefehlt. Dass der Assistent nicht auf der Höhe war, lag an Großmehrings Trainer, der in der Szene vorher aufs Feld gelaufen ist, ihn angebrüllt und mit ihm diskutiert hat. Ich verstehe die Aufregung, aber beim 1:1 war es viel Lärm um nichts“, erklärte Gabler. In der Schlussphase musste Köhler noch einen tückischen Schuss zur Ecke lenken, dann war das 1:1 amtlich. Auf Grund des Spielverlaufs kann Geisenfeld damit sicher besser leben als Großmehring.

Matthias Gabler