Grün und Weiß ein Leben lang
FC Geisenfeld hat zum Volksfest den längeren Atem
Es war kein gutes Spiel, aber ein recht hektisches mit zahlreichen Großchancen auf beiden Seiten. Los ging es mit einer Kopfballchance für die Gäste nach Ecke, die vor der Linie geklärt wurde. In der 16. Minute setzte FCG-Spielertrainer Stefan Hoffmann mit einem Freistoß ans Außennetz ein erstes Ausrufezeichen. In der 19. Minute war Michael Sperrer nach einem Geistesblitz von Hoffmann schon am Keeper vorbei, schoss aber dann etwas überhastet drüber. Kurz darauf setzte sich Rihani durch, doch sein Abschluss taugte weder als Torschuss, noch als Querpass auf den mitgelaufenen Sperrer. Nach einer halben Stunde kam Menning besser in die Partie, traf aber einmal den Pfosten und einmal rettete Torwart Benedikt Köhler, der nach Rotsperre wieder im Kasten stand, mit einem super Reflex gegen einen Abschluss aus der Nahdistanz.
Nach dem Seitenwechsel tat sich lange nichts, statt dessen sahen die 300 Zuschauer am Volksfestsonntag viele Fouls und Fehlpässe. Nach 65 Minuten nahm das Spiel wieder Fahrt auf. Rihani konnte eine scharfe Hereingabe von Thomas Berger nur ans Außennetz lenken, Maximilian Amper brachte nach einem hohen Ballgewinn nicht genug Druck hinter den Abschluss und Kilian Kellermann brachte einen Kopfball freistehend aus fünf Metern nicht aufs Tor. Auf der Gegenseite hatte auch Menning zwei, drei richtig gute Chancen, ließ sie aber alle liegen oder Geisenfeld war noch dazwischen. In der 87. Minute hatten die Gäste schon den Torschrei auf den Lippen, aber Köhler lenkte einen Abschluss aus drei Metern noch irgendwie an den Pfosten. Er wurde damit zum Matchwinner, denn in der Nachspielzeit steckte Kilian Kellermann den Ball auf Bilal Rihani durch. Geisenfelds spielender Co-Trainer blieb im Laufduell stabil, ging noch an Torwart Eric Jung vorbei und traf zum umjubelten Siegtreffer.
Das Spiel hätte auch 5:5 enden können, aber der FCG hatte eben den längeren Atem und hat sich deshalb den Sieg heute verdient. Mit dem zweiten Sieg in Folge scheint die Hoffmann-Truppe in der Kreisliga angekommen zu sein.
Matthias Gabler
