Die Suche nach dem Dosenöffner – 1:1 in Rohrbach

Geisenfeld musste im Nachholspiel auf den verletzten Kilian Thunig verzichten, Dominik Feistenberger fehlt aus privaten Gründen einige Wochen. Die angeschlagenen Kilian Kellermann und Stefan Schmailzl nahmen zumindest auf der Bank Platz. Bilal Rihani stand nach seiner Rotsperre wieder zur Verfügung, genau so wie Michael Spenger.

Das Spiel lief im Grunde 90 Minuten nur in eine Richtung. Die Gäste hatten im Grunde 80% Ballbesitz, hatten aber an diesem Tag nicht die Ideen und die Mittel, um den gut organisierten, tief stehenden Abwehrriegel der leidenschaftlich verteidigenden Gastgeber zu knacken. Vielleicht wäre es anders gekommen, wenn Michael Spenger den FCG nach einer Ecke in Führung gebracht hätten, der Ball ging aber knapp vorbei (13.). Zudem hatten die Gäste Pech, als Lukas Kellermann das Knie von Rohrbachs Spielertrainer Christoph Seiler in den Rücken bekam, der fällige Elfmeterpfiff aber ausblieb. Die Szene war für den souverän leitenden Schiedsrichter Asim Sarajlic aber sehr schwer zu bewerten, da sie eher nach einem Zusammenprall aussah. Ansonsten tat sich vor beiden Toren recht wenig. Auch nach Wiederanpfiff änderte sich wenig am Geschehen auf dem Rasen. In der 68. Minute zirkelte Geisenfelds Spielertrainer Stefan Hoffmann einen Freistoß aus 18 Metern rechter Position um die Mauer, doch Rohrbachs Torwart Jürgen Maier war zur Stelle und parierte stark. In der 76. Minute bekam Rohrbach einen Freistoß an der Seitenauslinie. Arnis Rushiti brachte ihn mit Schnitt in den Strafraum und der Ball rutschte an Freund und Feind vorbei ins lange Eck. Die Gäste zeigten Moral und bliesen zur Schlussoffensive, die in der Nachspielzeit doch noch belohnt wurde. Thomas Berger, der nach zwei harten Fouls quasi auf einem Fuß unterwegs war, spielte einen präzisen Chipball in den Strafraum und Simon Kirmaier fand spät in der Partie doch noch den Dosenöffner zum 1:1.

Auf den ersten Blick schaut das Ergebnis enttäuschend aus, da Geisenfeld mit einem Sieg Tabellenführer geworden wäre und die Leistungen in 2026 bisher nicht das Gelbe vom Ei waren. Auf der anderen Seite hat das Team nun schon wiederholt große Widerstandskraft gezeigt und ist nach Rückschlägen zurückgekommen. Diese Qualität könnte in den verbleibenden neun Partien noch sehr wichtig werden.

Matthias Gabler