Das abezocktere Team gewinnt

In sein erstes Kreisliga-Spiel seit fünf Jahren startete der FC Geisenfeld ohne Thomas Berger, Dominik Feistenberger, Michael Spenger und Kilian Thunig. Mit Michael Sperrer und Maximilian Amper standen beide Neuzugänge in der Startelf. Geisenfeld begann sehr konzentriert und diszipliniert, ließ keine Chancen der favorisierten Gäste zu und setzte auch ab und zu offensive Akzente. Die erste Chance hatte Sperrer, der sich über links durchsetzte und das Außennetz traf. Ein paar Minuten später leistete sich Gästetorwart Ali Cakmakci einen Abspielfehler und Amper zielte aus 35 Metern über das leere Tor. Die Gastgeber wurden in dieser Phase etwas übermütig und die Strafe folgte auf dem Fuß. Nach einem Ballverlust landete ein Befreiuungsschlag bei Manuel Hunner, der gewann von der Mittellinie weg das Laufduell gegen Geisenfelds letzten Mann Simon Feulner und traf zum 0:1 (21.). Bis zur Pause blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff leistete sich FCG-Keeper Benedikt Köhler einen Fehlpass, konnte nach dem folgenden Angriff aber per Glanzparade zur Ecke retten. Die kam nach innen, gleich drei Oberhaunstädter standen frei und Oliver Günther köpfte das 0:2. Es war durchaus ein Wirkungstreffer. Den Gastgebern gelang 20 Minuten wenig und Oberhaunstadt hatte zwei Chancen zur Entscheidung, vergab sie aber. Erst nach der Trinkpause fing sich der FCG wieder und hatte in einer Szene gleich drei Chancen, doch die Gäste konnten jeweils klären. In der 79. Minute wurde Cakmakci mit Ball am Fuß unter Druck gesetzt, spielte einen Fehlpass auf Spielertrainer Stefan Hoffmann und der setzte den Ball aus 20 Metern zum 1:2 ins Netz. Es war der Auftakt zu einer Geisenfelder Schlussoffensive, doch Kilian Kellermann und Simon Kirmaier vergaben die Chance zum Ausgleich. Auf der Gegenseite wurde ein regulärer Treffer nach Beratung zwischen dem Schiedsrichter und einem Assistenten wegen Abseits zu Unrecht zurück genommen.

Am Ende gewann nicht das bessere, aber das abgezocktere Team. Die Leistung der Gastgeber war absolut in Ordnung und zeigt, dass das Team in der neuen Klasse mithalten kann. Es wurde aber auch klar, dass noch Hausaufgaben zu erledigen sind.

Matthias Gabler